Veras Kabinett, Berlin / Hannover

Schaurig-schön, melancholisch-intim und versponnen: Das Trio um die Berliner Komponistin und Sängerin Vera Mohrs präsentiert deutschsprachige Lieder aus eigener Feder, die das Universum von Popmusik und Chanson ausloten. Die Klavierpoetin umschmeichelt ihre Zuhörer mit absurd-süßem Klang und provoziert die ruhigen Gemüter durch ungewohnte Harmonien. Im Zusammenspiel mit Hartmut Ritgen am Schlagzeug und Dominik Lamby am Bass entstehen ebenso zarte wie pompöse Stücke von einnehmender Verschrobenheit. Bizarre Geschichten von Puppen, Piraten und Ungetümen, von surrealen Verstrickungen, wilden Karussellfahrten und geheimen Expeditionen werden zu einer musikalischen Reise verflochten, die die Augen leuchten lässt. Dramatik paart sich mit romantischen, kammermusikalischen Passagen und Eigenwilligkeit.

"Nicht viele Singer/Songwriter verbinden persönliche deutsche Texte mit Musik, die über bekannte Folk- und Poprock-Horizonte hinaus schaut. Die Sängerin und Pianistin Vera Mohrs hat ein feines Gespür dafür, nachdenkliche Texte mit Ohrwurm-Refrains und variablen Arrangements zu verbinden. „Ich finde es interessant, alle Facetten des Lebens anzunehmen und zu bejahen, auch wenn das eine Herausforderung ist“, erklärt die Komponistin und Autorin ihre Grundhaltung. Entsprechend zeigen Mohrs' poetische Lieder Courage und vermeiden Herz-Schmerz-Plattitüden. Ihre Tiefe kommt mit Humor oder einem Hauch Melancholie, auf jeden Fall subtil und atmosphärisch daher. Vera Mohrs geht mit offenen Augen durch die Welt. Mal wirkt sie als Chronistin gesellschaftlicher Phänomene, mal sinniert sie über die Zerrissenheit zwischen Aufbruchsstimmung und Klammern am Bekannten. Auch wenn die lebensnahen Texte viel mit ihr selbst zu tun haben, sind sie gewitzt abstrahiert und selbst in der (selten benutzten) Ich-Form kein vertontes Tagebuch. Musikalische Kontraste sind ihr wichtig. Geschickt setzt Mohrs Pop-verwandte Motive und Jazz-Phrasierungen ein, kombiniert eingängige Refrains und Streichquartett, flirtet mit druckvollen Beats und Lautmalereien. Früher, sagt sie, hat sie „viel mehr Kunstlied von Schubert und anderen Romantikern gehört.“ Ihre Heldinnen des zeitgenössischen Pop sind Kate Bush, Fiona Apple und (auch ohne Flügel) Björk." (traumton.de)

„Gewöhnlich geht anders.“ (MagaScene)

www.veraskabinett.de


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